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R2-D2 mit Tablett


Grundlage ist hier der R2 mit diversen Ausfahrgeräten. Aus 3 Messingteilen fertigte ich das Tablett an und verlötete die Teile. Dann fräste ich in die Beine von R2 die Aufnahmen für die Tablett-Beine. Auf das Tablett klebte ich aufgebohrte Abschnitte von Acrylglas-Spritzlingen. An der Spitze von R2´s Kuppeldom bohrte ich das kreisrunde Teil auf und klebte einen angefer-
tigten Schankhahn hinein. Stehend, am Rande des aufgebohrten Doms, klebte ich eine runde, blaue gewölbte Scheibe auf, die den geöffneten Dom darstellen soll.
Schließlich lackierte ich noch alle Teile entsprechend. Das Freeze-Frame baute ich mit der entsprechenden Szene aus dem Film um und klebte Freeze-Frame und Figur
wieder in den Blister zurück.
Auch die Kartenrückseite baute ich entsprechend der Figur um.

© Thomas Riedel 2002


Nachtrag im November 2003:


Jeder Eifer, jedes Verlangen, eine Figur oder ein Raumschiff zu haben, welches Kenner-Hasbro noch nie produziert hat, wird manchmal eben von der Tatsache "bestraft", daß sich Kenner-Hasbro irgendwann doch dazu entschließt es zu bauen.
So hat man dann Besucher auf seiner Website, die sich fragen: "Warum baut der Idiot das eigentlich? Das gibt es doch schon!" Leider achten sie dabei nicht auf das Datum, wann es gebaut wurde.
Daß ich Sachen gebaut habe, von denen ich dachte, daß sie Kenner-Hasbro nie heraus- bringen würden, ist mir schon öfters passiert. Beispiele hierfür: Der TIE-Bomber (der Kenner-Hasbro TIE-Bomber ist schon zu einem Zeitpunkt heraus gekommen, da gab es unsere Website noch gar nicht, deshalb ersparte ich es mir von Anfang an, einen Baubericht darüber zu schreiben), Figuren des Jedi Councils, die jetzt in den beiden 3er Sets verkauft werden und schließlich der R2-D2 mit Tablett.
Mir und anderen Customizern wird das sicherlich noch öfters passieren, aber es nimmt des-
wegen nicht den Spaß am Customizen. Für einen gewissen Zeitraum lebt man einfach mit der Gewißheit, daß man etwas Einzigartiges hat, das es in keinem Laden zu kaufen gibt. Außerdem ist es bei mir oft so, dass ich ein Diorama bauen möchte; dazu fehlt mir aber ein bestimmtes Raumschiff oder eine Figur, die es nicht zu kaufen gibt. Da ich das Diorama aber jetzt bauen und nicht warten und hoffen will, dass Kenner-Hasbro i r g e n d w a n n es doch noch heraus bringt, mache ich mich halt selbst ans Werk.
Schlußendlich muß ich sagen, daß mir in den meisten Fällen die Sachen von Kenner-Hasbro besser gefallen, als meine eigenen Modelle.
K.-H. hat einfach technisch bessere Möglichkeiten, außerdem liegt denen das Lucas
Archiv zu Füßen und sie können sich an Hand der Vorbilder endlos bedienen.
Doch nicht alles was K.H. heraus brachte und was ich vor ihnen schon gebaut habe,
gefällt mir. So finde ich den Oppo Rancisis aus einem der beiden Jedi Council 3er Sets absolut in der Größe misslungen. Seine Details sind sehr liebevoll gemacht, zweifellos. Aber Oppo Rancisis überragt bis auf Yareel Poof alle Mitglieder des Jedi-Councils. Auch Yaddle hat nicht meine Zustimmung. Mimik, Haare, usw. sind super gemacht, aber genauso wie bei Yoda ist die Figur in einer dämlichen Sitzhaltung.
Wer Dioramen bauen möchte, die einigermaßen den Anspruch an ein gefälliges, glaubhaf-tes Einfügen der Figuren in ein Diorama erheben wollen, der kann eine Figur
nur als schlecht gelungen empfinden, wenn die Figur mit Zehen nach oben und Löchern in der Fußsohle da sitzt. Mir ist klar, daß die Figuren a u c h für Kinder gemacht sind, die einfach nur damit spielen wollen und denen es egal ist, ob die Figur Löcher in den Fußsohlen hat. In einem Diorama ist das aber tödlich schlecht!
Hier sollte Kenner-Hasbro Abstriche machen und sich für nur eine Zielgruppe entscheiden. Wie schön wären die beiden 3er Sets der Jedi-Council - Figuren erst geworden, wenn K.H. alle Figuren sitzend gemacht hätte. Yoda und Yaddle hätte man jeweils richtig schön bequem mit übereinander geschlagenen Beinen darstellen können. Summa Summarum habe ich dadurch die Entscheidung gefällt, mein
Diorama so zu belassen, wie ich es gebaut hatte.

Entschuldigt bitte den langen Text, aber das war ein gutes Beispiel, wie man manchmal mit Toys verfahren sollte, die heraus gebracht wurden, nachdem man es schon vorher für sich selbst gebaut hat.

© Thomas Riedel 2003

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