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Jango Fett



Dieses Kostüm fand seinen Anfang mit einem Boba Fett Helm von Don Post.
Jörg Malter bemalte damals diesen Helm absolut genial und er entsprach genau dem Jango Fett Vorbild aus dem Film. Ich verbreiterte nur noch das Visor. Hierzu schnitt ich noch das T-Visor gemäß dem Vorbild nach, Don Post hatte wegen der Stabilität nur ein kleineres T-Visor geformt. Der Rest war nur schwarz lackiert, damit es so ähnlich wie das Glas aussah. Ich schnitt also mit einem Cuttermesser die tatsächliche Form, schliff die Schnittflächen und lackierte sie. Dann schnitt ich ein 0,8mm dickes Acrylglas zu, das flexibel war und sich genau in die Form des T-Visors fügte. Ich beklebte es mit schwarzer Tönungsfolie, wie man es für Autoglas verwendet. Mit 3mm Schrauben montierte ich schließlich das Acrylglas.
Schon bald entstand der Wunsch, ein komplettes Jango Fett Kostüm zu bauen.
Als Erstes schaute ich mich nach dem passenden Overall um. Gemäß dem Film musste er Stahlblau sein. Diese Farbe zu finden war gar nicht einfach. Schließlich wurde ich bei der Fa. Reinshagen in der Kilianstraße in Nürnberg fündig.
Ein paar Sachen mussten an dem Overall noch geändert werden. Zum Einen entfernte ich alle Kordeln an den Reißverschlüssen, dann trennte ich die Beine auf und vernähte den Schnitt wieder. Die Overallbeine waren nämlich viel zu weit. Dann nähte ich Klettbänder an, damit ich die Overallbeine eng an meinen Beinen fixieren konnte. Ebenso nähte ich Klettbänder an Oberschenkel, Knie und Schienbein an, wo später die Panzerteile fixiert werden sollten. Als nächstes nahm ich eine alte Lederjacke, schnitt die Ärmel so weg, dass nur noch ein kleiner Überwurf auf den Schultern stehen blieb. Dann schnitt ich den Kragen weg. Schließlich drehte ich die Jacke um. Auf der Rückseite der Lederjacke, die nun als Vorderseite fungierte, klebte ich die Klettbänder mit Heißkleber auf. Aus 3mm Polystyrol Platten schnitt ich die Panzerteile zu und formte sie mit Heißluft. Schließlich lackierte ich sie noch mit einer Aluminium-Chrom Farbe. Der Gürtel kam mir durch einen glücklichen Zufall in die Hände. Mein Freund Florian aus Wittenberg wollte sein Boba Fett Kostüm nicht mehr weiter bauen. So kaufte ich ihm einen alten grauen Overall (er sollt später Verwendung finden) und den Leder-Patronengurt ab, der bei Jango Fett exakt gleich aussieht. An den Patronengurt fixierte ich zusätzliche Ledergurte, die zu zwei eigens gebauten Lederholstern führen, in denen zwei Jango Fett Blaster von Hasbro stecken. Die Jango Fett Blaster hat Hasbro wirklich sehr schön gemacht. Sie sehen gar nicht wie Plastik-Blaster aus, sondern wirken sehr metallisch. Auch die Sound-Elektronik der Laserschüsse hört sich sehr realistisch an. Für den Bau der Holster verwendete ich zwei dickwandige PVC-Rohre. Am unteren Ende verschraubte ich ein passend gedrehtes Holzrundteil, dann beklebte ich mit Heißkleber die Holster mit Lederresten. Als Schuhe verwendete ich grau-schwarze Gummistiefel, die ich auf Knöchelhöhe abschnitt. Als Handschuhe verwendete ich grün-schwarze Gummihandschuhe. Für die Armbewaffnung verwendete ich lange, dickwandige Plastik-Trinkbecher, schnitt den Boden und etwa ¼ von der unteren Wandung weg, schnitt sie der Länge auf. Aus Holz- und Plastikteilen baute ich die div. Waffenaufbauten wie Flammenwerfer, Saberdartwerfer und Seilschleuder auf.
Als besonderen Gag formte ich aus Draht und dünnem Blech die Kamino Saberdarts.
Schließlich schnitt ich noch geschirmte Kabel im durchsichtigen Isolationsschlauch zu, die von den Armbewaffnungen in Löcher im Overall führen.
Als letzten großen "Brocken" kam schließlich der Jet-Pack dran. Zuerst schnitt ich eine 5mm Sperrholzplatte zurecht. Aus Polystyrol, Trinkbechern, PVC-Rohren, Holzkugeln und -kegeln baute ich schließlich die Rakete und die beiden Hover-Raketen-Triebwerke auf. Schließlich wurde noch alles lackiert.
Der Jetpack wird seitlich und an den Schultern mit Gurtbändern und Rucksackverschlussklipsen mit dem Overall verbunden und so getragen.

© Thomas Riedel

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